Das Universal Mobile Telecommunications System, kurz UMTS, ist auf dem Vormarsch. Vor ein paar Jahren noch einigen wenigen Kunden vorbehalten, schreitet der Ausbau der entsprechenden Netztechnik auch außerhalb von Ballungsräumen voran. Auch die immer günstigeren Tarife sorgen für eine rasche Verbreitung des mobilen Internets. Breitbandig online immer und überall - für viele Nutzer ist das schon Alltag. Um in den Genuss von UMTS zu kommen, benötigt man UMTS-Zugangshardware. Hier existieren verschiedene Möglichkeiten, die jeweils Vor- und Nachteile für verschiedene Anwendungsszenarien bieten. Diese werden im Folgenden erläutert.

UMTS per Handy

Eine der verbreitesten Möglichkeiten, das schnelle mobile Internet zu nutzen, ist das Handy. Die Anwender haben sich in den letzten Jahren an den mobilen Internetzugang über die älteren Zugangstechniken GPRS und GSM gewöhnt, so dass der Übergang zu UMTS lediglich neue Endgeräte benötigte, die relativ schnell in erschwinglichen Preislagen verfügbar waren. Dieser Umstand führte dazu, dass Europa neben Asien schnell der größte Markt für UMTS war. Ein Nachteil ist hier, dass gewöhnliche Handys durch ihre noch relativ kleinen Displays umständlich zu bedienen sind, wenn es um die Navigation im Web oder E-Mail-Verkehr geht. Diese Lücke füllen jedoch immer schneller so genannte Smartphones wie das iPhone aus dem Hause Apple, die neben der eigentlichen Telefonie zahlreiche andere Funktionen anbieten und oft direkt über das große Display gesteuert werden können.

UMTS Stick

Eine weitere, derzeit stark beworbene Möglichkeit, am UMTS-Netz teilzunehmen, sind UMTS-Sticks. Diese USB-Sticks sind mit UMTS-Zugangshardware ausgerüstet und müssen mit einer SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters ausgestattet werden. Die eigentliche Einrichtung gestaltet sich meist kinderleicht, da die Geräte sofort nach dem Einstecken in den praktisch überall vorhandenen USB-Port funktionieren. Diese Zugangsart eignet sich vor allem für Laptops, die so unterwegs auch ohne Verbindung zu einem Mobiltelefon online genutzt werden können. Aber auch immer mehr Privathaushalte nutzen die einfache und kabellose Verbindung zum Surfen im Internet.

UMTS Nebooks bzw. Notebooks

Die neuerdings am Markt erhältlichen Netbooks haben in der neuesten Generation bereits ein UMTS beziehungsweise HSDPA Modul eingebaut. Somit ist es nicht mehr notwendig eine weitere Hardware zu erwerben. Es muss lediglich die SIM Card in dem dafür vorgesehenen UMTS laut eingesetzt werden. Aber nicht nur Netzbox der neueren Generation bieten diese Möglichkeit sondern mittlerweile auch Notebooks der gehobenen Preisklasse. Beispielsweise hat Dell ein entsprechendes Modell im Programm. Da diese Geräte bereits für den UMTS Einsatz vorbereitet sind ist eine Installation beziehungsweise Konfiguration einer UMTS Software nicht mehr nötig. Im Netbookbereich starten solche Geräte ab einer Preisklasse von circa 450 €. Notebooks hingegen sind ab einem Preis von 800 € zu erhalten. natürlich unterstützten dieser UMTS Module den neuesten HSDPA Standard.

PCMCIA Karten

Etwas altmodischer sind UMTS-Datenkarten, die per PCMCIA- oder Express-Schnittstelle meist mit Notebooks verbunden werden und wie die neueren UMTS-Sticks, mit einer SIM-Karte ausgerüstet werden müssen. Sie sind wesentlich größer als Sticks, außerdem sind nicht mehr alle neuen Notebookmodelle mit der benötigten Schnittstelle ausgerüstet.des weiteren ist darauf zu achten das es bei den  PCMCIA zur zwei unterschiedliche Größen gibt. Es muss möglicherweise ein zusätzliches Adapter erworben werden. Durch den Einzug der UMTS-Stick haben die PCMCIA Karten stark an Bedeutung verloren. Nur noch selten werden PCMCIA eingesetzt.

UMTS Box

Wer im stationären Betrieb nicht auf UMTS verzichten möchte, kann einen so genannten UMTS-Router einsetzen, über den mehrere Rechner einen UMTS-Zugang nutzen können, was sich besonders im Home-Bereich anbietet. Vorteil gegenüber den UMTS-Sticks ist, dass die Empfangsleistung dank besserer Antennen (die sich oftmals auch noch durch externe Empfangsteile verstärken lassen) besser ist und außerdem eine Firewall zwischen Zugangs-PC und Internet für mehr Sicherheit sorgt. Die Einrichtung ist dafür etwas aufwändiger und komplizierter.

Welche UMTS-Zugangstechnik letztendlich die richtige ist, hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab.