WePad - Das Tablet aus Deutschland
Spätestens seit der Vorstellung von Apples iPad sind die "Pads" in aller Munde. Schlanke Tablet-PCs, die das Surfen, Musikhören oder Filmegucken in einem flachen, handlichen Gerät vereinen sollen. Und wo Apple einmal investiert, ist die Konkurrenz meistens nicht weit entfernt. Der Deutsche Entwickler Neofonie GmbH hat mit dem WePad ein solches Eisen im Feuer.
Das WePad ist einen Schritt voraus
Rein technisch weiß das WePad zu überzeugen. Im Herzen des Pads arbeitet ein Intel Atom N450 Prozessor, der eine Taktfrequenz von 1,66 Gigahertz bietet, und den meisten wohl eher vom Netbook-Markt bekannt sein dürfte. Tapfer zur Seite steht ihm ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Frontseite des WePads wird fast vollständig vom Touchscreen eingenommen. Dieser misst 11,6 Zoll in der Bildschirmdiagonale und unterstützt die als Multi-Touch bekannte Technologie, die es erlaubt, mehr als einen Finger gleichzeitig benutzen zu können. Die Auflösung des Displays beträgt 1.366 * 768 Pixel. Um die Ausstattung zu vervollständigen, stehen dem Gerät zwei USB-Anschlüsse, ein SD-Cardreader für die Verarbeitung von Speicherkarten aus Digitalkameras und ein Slot für eine SIM-Karte zur Verfügung.
Das WePad kann per WLAN die Verbindung ins Internet herstellen, oder wahlweise – dies gilt jedoch nur für eine teurere Version, die den Namenszusatz "3G" trägt – UMTS nutzen, um auch unterwegs surfen zu können. Ein UMTS Stick ist hier also völlig überflüssig. Da die 3G-Version auch doppelt so viel Flash-Speicher verbaut haben wird, werden die Kosten selbstverständlich ein gutes Stück über denen der normalen Version liegen.
Konkurrenz belebt das Geschäft
Eine wichtige Frage bleibt jedoch bestehen: Wird sich das WePad überhaupt verkaufen? Denn gute Hardware allein reicht nicht. Apple hat dies erkannt und bietet in seinem iPhone zwar keine Highend-Hardware an, durch die Software wie iTunes oder den neuen iBook Store auf dem iPad wird dieses Manko mehr als wettgemacht. Den Otto-Normal-Kunden interessiert es schlichtweg nicht, was für eine Hardware in seinem Gerät steckt, solange es funktioniert.
Dies ist Apples größter Vorteil, denn der Konzern aus Cupertino kann auf eine immense Auswahl an eigens für das iPhone – und somit auch für das iPad – programmierte Software zurückblicken. Gleichzeitig sind Begriffe wie iPod, iTunes und iPad schlichtweg in aller Munde – eine unbekannte Firma namens Neofonie GmbH wird es auf diesem Gebiet ungleich schwerer haben und muss erst einmal zeigen, dass man als ernsthafter Konkurrent wahrgenommen werden will.
Abwarten und Tee trinken
Noch lässt sich nicht sagen, wer in diesem Rennen die Nase vorn haben wird. Technikaffine Nutzer, die auf Apples Dreingaben verzichten können, werden voraussichtlich mit dem WePad und seiner überlegenen Hardware und der offenen Softwareschnittstellen besser bedient sein. Ob die Allgemeinheit dies allerdings auch so sehen wird, ist zumindest fraglich. Die Presse ist allerdings zweigeteilt. Einige Berichte über das WePad sind nicht unbedingt positiv ausgerichtet.
WePad Videos
Ist das WePad nur ein Fake? Hier ein Video dazu:
WePad will iPad Konkurrenz machen - Ein Demo
